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Spin-Off
Fund
Spin-Off
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Erstklassige Spin-Off-Situationen
Fondsportrait
Der Anlagefokus liegt auf Devestitionen von einer oder mehreren Organisationseinheiten aus bestehenden Unternehmensstrukturen durch die Gründung einer eigenständigen Gesellschaft oder Verselbständigung eines bestehenden Tochterunternehmens.
Dabei werden die Aktien der neuen oder verselbständigten Gesellschaft in der Regel gratis an die Aktionäre der Muttergesellschaft abgegeben und börsenkotiert (Spin-Offs). Varianten solcher Transaktionen sind Split-Offs (Aktien der Tochtergesellschaft werden in einer definierten Anzahl von Aktien der Muttergesellschaft getauscht), Equity Carve-Outs (Muttergesellschaft verkauft einen Teil der Tochtergesellschaft via Teil-Börsengang) und Reverse Morris Trusts (Unternehmensbereich oder andere Vermögenswerte werden in ein separates Unternehmen ausgegliedert und dann mit einem anderen Unternehmen steuerfrei fusioniert). Darüber hinaus kann der Fonds auch in die Muttergesellschaften (Parent) investieren oder in solche Unternehmen, bei denen ein Spin-Off angekündigt wurde (Pre-Spin).
Die Fokussierung auf das jeweilige Kerngeschäft führt dabei zu operativen Verbesserungen und zu einer Neubewertung. Durch die Separierung können die Märkte den unterliegenden Wert der Muttergesellschaft und des Spin-Offs leichter beurteilen. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt auf Basis der Fundamentalanalyse. Vor Aufnahme ins Fondsportfolio wird jedes Unternehmen mittels Keynote Checkliste nach qualitativen und quantitativen Kriterien durchleuchtet (Keynote-Vier-Filter-Ansatz).
Die strikten Kriterien limitieren die Anzahl möglicher Investitionskandidaten. Daher werden in dem uniquen Fondsportfolio nur die besten 20 bis 25 Unternehmen berücksichtigt.
Portfolio
Aufteilung
Fondsstruktur nach Assetklassen:
- Aktien
- 97.4%
- Bankguthaben
- 2.9%
- Dividendenansprüche
- -0.3%
Aktiensegmente
- 67.6%Spin-Offs
- 32.4%Parents
- 0%Pre-Spins
- Industrials27.0%
- Information Technology16.3%
- Sonstige12.0%
- Materials11.3%
- Health Care8.7%
- Financials7.5%
- Consumer Staples5.1%
- Consumer Discretionary5.0%
- Communication Services4.6%
- USA53.7%
- Schweiz17.9%
- Canada7.2%
- Kaimaninseln5.0%
- Bundesrep. Deutschland4.7%
- Niederlande4.6%
- Dänemark4.3%
- USD65.2%
- CHF17.9%
- EUR9.6%
- CAD7.3%
- NOK0.0%
- DKK0.0%
- SEK0.0%
- GBP0.0%
Die 5 grössten Positionen

GE kündigte im November 2021 die Aufspaltung in drei unabhängige Unternehmen an. Nach dem Börsengang von GE HealthCare Anfang 2023 folgte im April 2024 die Trennung in GE Vernova (Energieinfrastruktur) und GE Aerospace (Flugzeugtriebwerke und Verteidigung).

GE kündigte im November 2021 die Aufspaltung in drei Teile an, welche untereinander nur wenige Synergien aufweisen: Nach GE HealthCare Technologies Anfang 2023 folgte im April 2024 die Aufspaltung in GE Vernova (Wind- und Erdgasturbinen und andere Energieinfrastruktur) und GE Aerospace (Produktion und Wartung von Jumbo-Jet-Triebwerken und Verteidigungssystemen).
Für GE Aerospace erweist sich der Spin-Off als Befreiungsschlag. Das Luft- und Raumfahrtgeschäft der ehmaligen GE wächst schneller als die meisten Industrieunternehmen. Aktuell sind weltweit rund 44.000 Triebwerke von GE in der zivilen Luftfahrt im Einsatz (Marktanteil von rund 75%), sowie 6.000 Triebwerke bei Helikoptern und Flugzeugen fürs Militär. Die Aviation-Sparte von GE ist ein erstklassiges Geschäft, das angesichts der jungen Triebwerksflotte über mehr als ein Jahrzehnt für überdurchschnittliches Wachstum sorgen sollte. GE Aerospace gewinnt Markanteile und hat eine viel höhere installierte Basis an Triebwerken als seine Konkurrenten. GE und Safran halten über ihr Joint Venture CFM zusammen rund zwei Drittel des Weltmarktes für Verkehrsflugzeugtriebwerke. Die installierte Basis sichert beiden Unternehmen kontinuierliche und stabile Aftermarket-Verkäufe. In den letzten 50 Jahren gab es keine neuen Markteintritte, was für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil spricht. In der kommerziellen Luftfahrt besteht für GE Aerospace das Potenzial, die Umsätze bis Mitte kommender Dekade um 10 bis 15% p.a. zu steigern, dies bei einer kontinuierlichen Margenausweitung. Der operative Gewinn wird sich über die kommenden drei Jahre mehr als verdoppeln, bei einer FCF-Conversion von 100%. 70 bis 75% der überschüssigen Mittel sollen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückfliessen. GE Aerospace erwirtschaftet 70% der Gewinne aus dem weniger zyklischen Aftermarketgeschäft (Wartung, Reparatur und Überholung). Durch die Erholung der operativen Margen auf-, respektive über das Vor-Covid-Niveau, wird GE Aerospace in den nächsten drei Jahren markante Steigerungen des freien Cash-Flows pro Aktie verzeichnen.

Ende Januar 2024 gab der Schweizer Zement- und Baustoffkonzern Holcim bekannt, sein Nordamerika-Geschäft unter dem Namen Amrize auszugliedern und Mitte 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu führen.

Ende Januar 2024 gab der Schweizer Zement- und Baustoffkonzern Holcim bekannt, sein Nordamerika-Geschäft unter dem Namen Amrize auszugliedern und Mitte 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu führen.
In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen in den USA massgeblich verändert – insbesondere durch die Infrastrukturprogramme der Biden-Administration sowie die industriepolitischen Bestrebungen zur Reindustrialisierung. Diese Entwicklungen trugen wesentlich zur Entscheidung bei, das Nordamerika-Geschäft unter dem neuen Namen Amrize auszugliedern. Im Jahr 2024 erzielte Amrize einen Umsatz von rund 11.7 Milliarden US-Dollar, beschäftigte über 19.000 Mitarbeitende und war an mehr als 1.000 Standorten in den USA und Kanada präsent. Das Unternehmen ist der grösste Zementhersteller der Region, Nr. 1 oder Nr. 2 in 85% der bedienten Märkte bei Zuschlagstoffen und Marktführer in den USA im Bereich moderner Dach- und Fassadensysteme. Mit dem klaren Fokus auf den nordamerikanischen Markt ist Amrize strategisch hervorragend positioniert, um vom anhaltend hohen Investitionsvolumen in Bau und Infrastruktur zu profitieren. Als eigenständiges Unternehmen kann Amrize nun sein volles Potenzial entfalten und sich als wachstumsstarker Pure-Play-Anbieter etablieren. Als börsennotierte Gesellschaft verfolgt Amrize eine wachstumsorientierte Kapitalallokation und setzt auf eine massgeschneiderte Kapitalstruktur in US-Dollar – mit dem Ziel, ein eigenständiges und attraktives Anlageprofil zu schaffen. Das Unternehmen profitiert von hohen Markteintrittsbarrieren und Preissetzungsmacht, die es vor Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken schützen. Gleichzeitig agiert Amrize in einem fragmentierten Marktumfeld, das sowohl Konsolidierungschancen als auch kontinuierliches, nachhaltiges Wachstum durch Reinvestitionen bietet. Unter der Führung von Jan Jenisch und einem erfahrenen Managementteam – das durch langfristige Anreize eng mit dem Unternehmenserfolg verbunden ist – verfügt Amrize über einen exzellenten Leistungsausweis. Die mittelfristigen Ziele für den Zeitraum 2024 bis 2028 hinsichtlich Umsatz, Margen und Free Cashflow dürften sich dabei als konservativ erweisen.

S&P Global, ein führender Anbieter von Kreditratings, Benchmark-Indizes sowie Markt- und Rohstoffanalysen, plant 2026 die Ausgliederung seiner Mobility-Sparte.

S&P Global ist ein führender Anbieter von Kreditratings, Benchmark-Indizes sowie Markt- und Rohstoffanalysen, der im Juli 2026 einen Spin-Off von Mobility Global durchführte.
Die Ausgliederung der Mobility-Sparte von S&P Global dürfte für beide Unternehmen Wert schaffen. «S&P Global Mobility», zu dem auch die Marke Carfax gehört, zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Automotive Intelligence und bietet umfassende Daten über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Das Segment trägt rund 11% zum Konzernumsatz bei. Der Spin-Off soll der Sparte mehr unternehmerische Flexibilität geben, um Wachstumschancen – etwa im Gebrauchtwagengeschäft oder durch geografische Expansion – besser nutzen zu können. Gleichzeitig kann sich S&P Global stärker auf seine Kernbereiche konzentrieren: Ratings, Indizes und Finanzmarktforschung. In diesen Segmenten ist das Unternehmen hervorragend positioniert. Rund 90% aller globalen Schuldtitel tragen Ratings von S&P und Moody’s. Im Indexgeschäft dominiert S&P Global mit dem S&P 500 und weiteren S&P- sowie Dow-Jones-Indizes – ein Bereich, der vom Trend zum passiven Investieren profitiert. Die Einnahmen stammen aus vermögensbasierten Lizenzgebühren, Datenabonnements für Vermögensverwalter und der Lizenzierung von Futures und Optionen. Nach der Abspaltung avanciert S&P Global zu einem fokussierteren, profitableren Unternehmen mit klarem Finanzprofil. Die vereinfachte Struktur dürfte es dem Markt erleichtern, die tatsächliche Ertragskraft zu bewerten und den typischen Konglomeratsabschlag zu beseitigen.
Constellation Software
Constellation Software ist ein Anbieter von vertikaler Software (VMS), der geschäftskritische Softwareplattformen mit hohen wiederkehrenden Einnahmen akquiriert und weiterentwickelt. 2021 und 2023 wurden mit Topicus (VMS Europa) und Lumine (Telekommunikation und Medien) erstmals Geschäftsbereiche abgespalten.
Constellation Software
Constellation Software ist ein Anbieter von vertikaler Software (VMS), der geschäftskritische Softwareplattformen mit hohen wiederkehrenden Einnahmen akquiriert und weiterentwickelt. 2021 und 2023 wurden mit Topicus (VMS Europa) und Lumine (Telekommunikation und Medien) erstmals Geschäftsbereiche abgespalten.
Constellation Software wurde im Jahr 1995 von Mark Leonhard gegründet. Seitdem hat Constallation Hunderte von VMS-Anbietern (primär Abrechnungs-, Verwaltungs- und Betriebssoftware) in mehr als 50 vertikalen Märkten übernommen, welche das Software-Rückgrat für Transportsysteme, in der Bildung, im Hausbau, in der Fertigung, Gebäudewartung und bei Gesundheitssystemen bilden. Constellation Software ist praktisch ein Beteiligungsunternehmen mit dauerhaftem Kapital, unter welchem die Portfoliogesellschaften unabhängig operieren. Aufgrund der dominanten Marktanteile in Nischen sind die Endmärkte in aller Regel gesättigt, was im Vergleich zu anderen Softwarekategorien zu niedrigem organischem Wachstum (rund 2%), aber guter Abschirmung vom Wettbewerb, hoher FCF-Generierung und hohen Kapitalrenditen führt. Constellation nutzt diese für neue, attraktive M&A-Transaktionen (historisch zu 1x Umsatz, 30% Post-Synergy-EBIT-Margen). Seit dem IPO im Jahr 2006 lag der CFROI kontinuierlich über 40%; das Umsatzwachstum belief sich auf 24% p.a. und das FCF-Wachstum auf 26% p.a., was zu einer annualiserten Aktienkursperformance von 33% p.a. führte. Aufgrund der erreichten Grösse kamen am Markt Zweifel auf, ob das «Constellation Modell» aufrecht erhalten werden könne. Doch mit den Spin-Outs wird einerseits die effiziente Struktur der Dezentralisierung und Autonomie verbessert. Andererseits erlauben die Ausgliederungen Constellation Software, grössere Übernahmen zu attraktiven Konditionen zu tätigen, indem die Lenker der übernommenen Gesellschaften an den Spin-Offs beteiligt werden und Constellation Software gleichzeitig signifikante Anteile behält.
Accelleron Industries
Die ehemalige ABB-Division Turbocharging wurde in Accelleron umgetauft und 2022 in Form eines Spin-Offs aus dem ABB Konzern abgetrennt. Accelleron ist Marktführer im Bereich der Hochleistungsturbolader (50% Marktanteil in der Schifffahrt) und bedient hauptsächlich den Energie- und Marinesektor.
Accelleron Industries
Die ehemalige ABB-Division Turbocharging wurde in Accelleron umgetauft und 2022 in Form eines Spin-Offs aus dem ABB Konzern abgetrennt. Accelleron ist Marktführer im Bereich der Hochleistungsturbolader (50% Marktanteil in der Schifffahrt) und bedient hauptsächlich den Energie- und Marinesektor.
Accelleron passte nicht mehr ins strategische Verständnis der auf Elektrifizierung und Automation ausgerichteten ABB-Gruppe, denn das Industriewachstum der Branche von 1-2% lag unter jenem von ABB. Doch seit dem Spin-Off konnte Accelleron mit einem organischen Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich Bestmarken setzen. 75% der Einnahmen kommen aus dem renditestarken Wartungsgeschäft von weltweit 180'000 installierten Turboladern, was die Zyklizität reduziert und im Vergleich zur ehemaligen Muttergesellschaft ABB höhere Margen und Renditen auf das eingesetzte Kapital abwirft. Die starke Markposition mit hohen Eintrittsbarrieren erlaubt es dem Unternehmen, kontinuierlich Kapitalrenditen (ROIC) von über 40% zu erwirtschaften. Durch die Verselbständigung kann sich Accelleron als Innovationsführer auf den strukturellen Trend der Dekarbonisierung ausrichten, denn auch für alternative Antriebe (Wasserstoff, Ammoniak, Methanol) sind Turbolader unverzichtbar. Zudem sorgt die Energiesparte für Wachstum - hier liefert Accelleron Accelleron High-Speed-Turbolader für Rechenzentren, Stromerzeugung, Öl- und Gasanwendungen und andere industrielle Motoren. Da seit 2024 Sonderaufwendungen durch den Aufbau eigenständiger Funktionen und IT-Systeme wegfallen, wird Accelleron dank der hohen FCF-Conversion einen Grossteil seiner Gewinne in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückgeben.
Portfolioinformationen
| Gewicht Top 5 | 37.20% |
|---|---|
| Gewicht Top 10 | 61.02% |
| Anzahl Aktien | 20 |
| Marktkapitalisierung (gewichteter Median) | 13.43 Mrd. USD |
| Forward P/E* | 17.5 |
| Forward EV/EBITDA* | 14.5 |
| Forward P/CF* | 15.19 |
| Dividendenrendite | 0.88% |
| Net Debt / EBITDA | 1.78 |
Top 3 Contribution
| Aktie | Contribution | Performance |
|---|---|---|
| Sandoz | +0.04% | +0.92% |
| Crane Co | -0.02% | -0.51% |
| Honeywell Technologies | -0.05% | -1.21% |
Bottom 3 Contribution
| Aktie | Contribution | Performance |
|---|---|---|
| Amrize | -1.23% | -14.61% |
| Knife River | -0.79% | -19.59% |
| S&P Global | -0.70% | -9.49% |
Wertentwicklung seit Auflage
Monatliche Wertentwicklung (in %)
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | · | · | · | · | · | · | -1.02 | -1.01 | -2.74 | -3.61 | 10.55 | 7.05 | 8.71 |
| 2024 | -1.21 | 6.73 | 4.85 | -1.18 | 5.71 | -2.15 | 6.09 | 1.17 | 1.45 | -0.87 | 3.05 | -6.97 | 16.93 |
| 2025 | 4.81 | -3.48 | -6.91 | -0.08 | 6.79 | 4.37 | 6.28 | 1.74 | -2.07 | 0.89 | 4.59 | 5.44 | 23.56 |
| 2026 | 3.60 | 4.70 | -11.71 | 5.54 | -3.50 | 5.63 | -4.45 | 1.19 | -8.77 | -0.31 | · | · | -9.39 |
Performance-Kennzahlen
| Performance | 50,62% |
|---|---|
| Performance p. a. | 14,60% |
| Volatilität | 18,69% |
| Sharpe Ratio | 0,63 |
| Maximaler Verlust | 24,66% |
| Maximale Verlustdauer (Monate) | 4 |
| Recovery Period (Monate) | 3 |
| Calmar Ratio | 0,48 |
| VaR (99 % / 10 Tage) | 8,37% |
Kennzahlen beziehen sich auf einen Zeitraum von 3 Jahren.
Portfolio-Kommentar
Die globalen Aktienmärkte stagnierten im Berichtsmonat. Der MSCI World Net Total Return Index verlor im September -1.4%, der MSCI World SMID Cap Net Total Return Index -4.1%. Der Keynote Spin-Off Fund (KSOF) gab um -8.8% nach (alle Performanceangaben in USD).
Die Stabilität der grossen Aktienindizes täuscht über erhebliche Verwerfungen unter der Oberfläche hinweg. Weniger als die Hälfte der S&P-500-Aktien notiert über ihrem 200-Tage-Durchschnitt; gleichzeitig haben die Magnificent 7 den gleichgewichteten S&P 500 in den vergangenen drei Monaten um über 13% übertroffen. Damit hängt die Entwicklung des US- und zunehmend auch des globalen Aktienmarktes von wenigen Technologie- und KI-Titeln ab. Bemerkenswert ist, dass sich ausgerechnet bei diesen Marktführern das fundamentale Bild eintrübt. Die Gewinne sind zwar weiterhin hoch, gleichzeitig sind die freien Cashflows teilweise negativ und die Off-Balance-Sheet-Verpflichtungen der Hyperscaler summieren sich auf über 3 Bio. USD, während die gegenseitigen Verflechtungen zunehmen. Hinzu kommt, dass KI-Agenten die potenzielle Disruption innerhalb des Big-Tech-Ökosystems erheblich erhöhen und bestehende Geschäftsmodelle gefährden. Gleichzeitig sind die erwarteten Gewinne des Technologiesektors im Laufe des vergangenen Jahres für die kommenden zwölf Monate um 85% gestiegen – die stärkste Beschleunigung seit Beginn der Aufzeichnungen. Für das langfristige Gewinnwachstum werden rund 50% p.a. erwartet. Solche Prognosen wirken eher wie Extrapolationen zum adressierbaren Markt, wie sie von SpaceX, Anthropic oder OpenAI vorgelegt werden, als rationale wirtschaftliche Annahmen. Hohe Gewinnerwartungen treffen damit auf zunehmende Wettbewerbs- beziehungsweise Substitutionsrisiken und bergen markantes Enttäuschungspotenzial.
Vor dem Hintergrund der Dominanz von Tech und KI war auch die Monatsperformance des Fonds enttäuschend. Unser Fokus liegt jedoch nicht auf kurzfristiger Indexperformance, sondern auf langfristiger Wertschöpfung über einen gesamten Aktienmarktzyklus. Wir investieren weiterhin in hochwertige Spin-Offs mit nachhaltigen Eintrittsbarrieren, wiederkehrenden Cashflows, Margenpotenzial und begrenztem Abwärtsrisiko. Bei zahlreichen Portfoliounternehmen sehen wir derzeit eine erhebliche Diskrepanz zwischen ihrem Börsenkurs und dem inneren Wert. Das Portfolio ist aus unserer Sicht heute attraktiver bewertet und qualitativ besser aufgestellt als während des Zollchaos im April 2025. Gleichzeitig bieten klare operative und unternehmensspezifische Katalysatoren gute Voraussetzungen dafür, dass sich diese Bewertungsdiskrepanzen in den kommenden Monaten schliessen.
Die grössten negativen Beiträge zur Fondsperformance kamen im September von Amrize (-1.23%), Knife River (-0.79%) und S&P Global (-0.70%). Amrize und Knife River wurden durch «Faktor Trades» aus steigenden Zinsen, schwachem Häusermarkt und hohem Ölpreis belastet. Die Kursreaktionen fielen jedoch deutlich stärker aus als die fundamentalen Auswirkungen: Volumina, Backlog und Guidance sind intakt. Das aktuelle Problem ist primär die zeitliche Diskrepanz zwischen steigenden Kosten und Preiserhöhungen. Beide Unternehmen verfügen zudem in vielen Märkten über starke lokale Marktpositionen und damit Preissetzungsmacht. Knife River erzielt rund 85% seines Contracting-Backlogs mit öffentlich finanzierten Projekten, während bei Amrize Commercial und Infrastructure deutlich wichtiger sind als Residential. Der strukturell hohe Infrastrukturbedarf wird zudem durch Nachfrage aus den Segmenten Data Center, Energie und Manufacturing ergänzt. Auch bei S&P Global zeigt sich die Divergenz zwischen Makro-Narrativ und Fundamentaldaten. Die Aktie wurde als «KI-Verlierer» abgestraft, obwohl der potenziell von KI betroffene Bereich innerhalb von Market Intelligence nur rund 5% des Konzernumsatzes ausmacht. Mehr als 80% der Gewinne stammen aus Ratings, Indices und Platts – aus unserer Sicht Geschäfte praktisch ohne KI-Disruptionsrisiko. Nach dem Spin-Off von Mobility Global gibt es zudem Überlegungen, Capital IQ auszugliedern. S&P Global könnte damit zu einem «Benchmark Pure Play» werden.
Positiv bzw. nahezu neutral entwickelten sich Sandoz (+0.04%), Crane Co. (-0.02%) und Honeywell Technologies (-0.05%). Sandoz bestätigte am Capital Markets Day seine Ziele bis 2028 und konkretisierte die Strategie für die «Golden Decade» der Biosimilars. Auch bei Sandoz herrschte nach dem Spin-Off von Novartis vor drei Jahren das Narrativ eines schwachen Generikaherstellers vor, während sich der Konzern zum qualitativ hochwertigen Wachstumsunternehmen entwickelt hat. Crane Co. kündigte die Übernahme des US-Wasserpumpengeschäfts von Trillium Flow Technologies an, das durch seine grosse installierte Basis attraktive wiederkehrende Service-, Retrofit- und Ersatzteilumsätze generiert. Bei Honeywell Technologies unterstreichen steigende Orders (+16%), ein Backlog von rund USD 20 Mrd. und der neue Pure-Play-Charakter nach dem Spin-Off zunehmend die Positionierung und Wahrnehmung im Markt als hochwertiges Automationsunternehmen.
Fazit: Makroökonomische Narrative und Kapitalströme können kurzfristig zu negativen Mark-to-Market-Effekten führen, wenn sich die Aktienkurse unserer Portfolio-Unternehmen schwächer entwickeln als ihre Fundamentaldaten. Liegen wir mit unserer Einschätzung der zukünftigen Entwicklung unserer Spin-Off-Investments auch nur annähernd richtig, dann werden sich diese temporären Bewertungsdiskrepanzen über die kommenden drei Jahre in deutlich überdurchschnittlichen Anlagerenditen widerspiegeln.
Der aktuelle Verkaufsprospekt, die wesentlichen Informationen für Anlegerinnen und Anleger (KIID) sowie der Jahres- und Halbjahresbericht werden von der Verwaltungsgesellschaft und Zentralverwaltungsgesellschaft (Universal-Investment-Luxembourg S.A., R.C.S. Luxembourg B 75.014, 15, rue de Flaxweiler, L - 6776 Grevenmacher) bereitgestellt.
Factsheets
Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen
European MiFID Template
Pflichtverkaufsunterlagen
Sonstige Dokumente
Alle Angaben zum (sofern nicht anders angegeben)
Stammdaten
| Fondsname | Keynote Spin-Off Fund |
|---|---|
| Anteilsklasse | IK USD |
| ISIN | LU1920073480 |
| WKN | A2PA99 |
| Fondsdomizil | Luxemburg |
| Rechtsform | OGAW |
| Auflage des Fonds | |
| Fondswährung | EUR, USD |
| Fondskategorie | Aktienfonds (UCITS) |
| Universum | international |
| Mindestaktienquote | 51% |
| Cut-Off-Time | Werktags, 16:00 Uhr (CET) |
| Vertriebszulassung | DE, LU, CH* |
Ertrags- und Steuerdaten
| Fondsvolumen / Anteilklasse | 28.492.034,33 USD / 15.512.436,41 USD |
|---|---|
| Anteilwert | 142,31 USD |
| Ausgabe- / Rücknahmepreis | 142,31 USD / 142,31 USD |
| Akkum. ausschüttungsgleicher Ertrag | 0,00 USD |
| Geschäftsjahresende | 31.12.2026 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierer |
Konditionen
| Effektiver Ausgabeaufschlag | 0,00% |
|---|---|
| Effektiver Rücknahmeabschlag | 0,00% |
| Maximale Verwaltungsvergütung p.a. | 1,80% |
| Maximale Beratervergütung p.a. | k.A. |
| Maximale Verwahrstellenvergütung p.a. | 0,05% |
| Laufende Kosten (Gesamtkostenquote) | 1,62% |
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