Keynote
Spin-Off
Fund
Spin-Off
Fund
Erstklassige Spin-Off-Situationen
Fondsportrait
Der Anlagefokus liegt auf Devestitionen von einer oder mehreren Organisationseinheiten aus bestehenden Unternehmensstrukturen durch die Gründung einer eigenständigen Gesellschaft oder Verselbständigung eines bestehenden Tochterunternehmens.
Dabei werden die Aktien der neuen oder verselbständigten Gesellschaft in der Regel gratis an die Aktionäre der Muttergesellschaft abgegeben und börsenkotiert (Spin-Offs). Varianten solcher Transaktionen sind Split-Offs (Aktien der Tochtergesellschaft werden in einer definierten Anzahl von Aktien der Muttergesellschaft getauscht), Equity Carve-Outs (Muttergesellschaft verkauft einen Teil der Tochtergesellschaft via Teil-Börsengang) und Reverse Morris Trusts (Unternehmensbereich oder andere Vermögenswerte werden in ein separates Unternehmen ausgegliedert und dann mit einem anderen Unternehmen steuerfrei fusioniert). Darüber hinaus kann der Fonds auch in die Muttergesellschaften (Parent) investieren oder in solche Unternehmen, bei denen ein Spin-Off angekündigt wurde (Pre-Spin).
Die Fokussierung auf das jeweilige Kerngeschäft führt dabei zu operativen Verbesserungen und zu einer Neubewertung. Durch die Separierung können die Märkte den unterliegenden Wert der Muttergesellschaft und des Spin-Offs leichter beurteilen. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt auf Basis der Fundamentalanalyse. Vor Aufnahme ins Fondsportfolio wird jedes Unternehmen mittels Keynote Checkliste nach qualitativen und quantitativen Kriterien durchleuchtet (Keynote-Vier-Filter-Ansatz).
Die strikten Kriterien limitieren die Anzahl möglicher Investitionskandidaten. Daher werden in dem uniquen Fondsportfolio nur die besten 20 bis 25 Unternehmen berücksichtigt.
Portfolio
Aufteilung
Fondsstruktur nach Assetklassen:
- Aktien
- 98.3%
- Bankguthaben
- 2.0%
- Optionsscheine
- -0.3%
Aktiensegmente
- 71.1%Spin-Offs
- 28.9%Parents
- 0%Pre-Spins
- Industrials23.6%
- Information Technology16.7%
- Materials12.4%
- Sonstige9.7%
- Communication Services9.5%
- Health Care8.9%
- Financials7.8%
- Consumer Staples5.0%
- Consumer Discretionary4.8%
- USA54.8%
- Schweiz17.6%
- Canada7.9%
- Kaimaninseln4.8%
- Bundesrep. Deutschland4.6%
- Niederlande4.4%
- Dänemark4.4%
- USD64.0%
- CHF17.8%
- EUR10.2%
- CAD7.9%
- NOK0.0%
- DKK0.0%
- SEK0.0%
- GBP0.0%
Die 5 grössten Positionen

Ende Januar 2024 gab der Schweizer Zement- und Baustoffkonzern Holcim bekannt, sein Nordamerika-Geschäft unter dem Namen Amrize auszugliedern und Mitte 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu führen.

Ende Januar 2024 gab der Schweizer Zement- und Baustoffkonzern Holcim bekannt, sein Nordamerika-Geschäft unter dem Namen Amrize auszugliedern und Mitte 2025 als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu führen.
In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen in den USA massgeblich verändert – insbesondere durch die Infrastrukturprogramme der Biden-Administration sowie die industriepolitischen Bestrebungen zur Reindustrialisierung. Diese Entwicklungen trugen wesentlich zur Entscheidung bei, das Nordamerika-Geschäft unter dem neuen Namen Amrize auszugliedern. Im Jahr 2024 erzielte Amrize einen Umsatz von rund 11.7 Milliarden US-Dollar, beschäftigte über 19.000 Mitarbeitende und war an mehr als 1.000 Standorten in den USA und Kanada präsent. Das Unternehmen ist der grösste Zementhersteller der Region, Nr. 1 oder Nr. 2 in 85% der bedienten Märkte bei Zuschlagstoffen und Marktführer in den USA im Bereich moderner Dach- und Fassadensysteme. Mit dem klaren Fokus auf den nordamerikanischen Markt ist Amrize strategisch hervorragend positioniert, um vom anhaltend hohen Investitionsvolumen in Bau und Infrastruktur zu profitieren. Als eigenständiges Unternehmen kann Amrize nun sein volles Potenzial entfalten und sich als wachstumsstarker Pure-Play-Anbieter etablieren. Als börsennotierte Gesellschaft verfolgt Amrize eine wachstumsorientierte Kapitalallokation und setzt auf eine massgeschneiderte Kapitalstruktur in US-Dollar – mit dem Ziel, ein eigenständiges und attraktives Anlageprofil zu schaffen. Das Unternehmen profitiert von hohen Markteintrittsbarrieren und Preissetzungsmacht, die es vor Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken schützen. Gleichzeitig agiert Amrize in einem fragmentierten Marktumfeld, das sowohl Konsolidierungschancen als auch kontinuierliches, nachhaltiges Wachstum durch Reinvestitionen bietet. Unter der Führung von Jan Jenisch und einem erfahrenen Managementteam – das durch langfristige Anreize eng mit dem Unternehmenserfolg verbunden ist – verfügt Amrize über einen exzellenten Leistungsausweis. Die mittelfristigen Ziele für den Zeitraum 2024 bis 2028 hinsichtlich Umsatz, Margen und Free Cashflow dürften sich dabei als konservativ erweisen.

S&P Global, ein führender Anbieter von Kreditratings, Benchmark-Indizes sowie Markt- und Rohstoffanalysen, plant 2026 die Ausgliederung seiner Mobility-Sparte.

S&P Global ist ein führender Anbieter von Kreditratings, Benchmark-Indizes sowie Markt- und Rohstoffanalysen, der im Juli 2026 einen Spin-Off von Mobility Global durchführte.
Die Ausgliederung der Mobility-Sparte von S&P Global dürfte für beide Unternehmen Wert schaffen. «S&P Global Mobility», zu dem auch die Marke Carfax gehört, zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Automotive Intelligence und bietet umfassende Daten über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Das Segment trägt rund 11% zum Konzernumsatz bei. Der Spin-Off soll der Sparte mehr unternehmerische Flexibilität geben, um Wachstumschancen – etwa im Gebrauchtwagengeschäft oder durch geografische Expansion – besser nutzen zu können. Gleichzeitig kann sich S&P Global stärker auf seine Kernbereiche konzentrieren: Ratings, Indizes und Finanzmarktforschung. In diesen Segmenten ist das Unternehmen hervorragend positioniert. Rund 90% aller globalen Schuldtitel tragen Ratings von S&P und Moody’s. Im Indexgeschäft dominiert S&P Global mit dem S&P 500 und weiteren S&P- sowie Dow-Jones-Indizes – ein Bereich, der vom Trend zum passiven Investieren profitiert. Die Einnahmen stammen aus vermögensbasierten Lizenzgebühren, Datenabonnements für Vermögensverwalter und der Lizenzierung von Futures und Optionen. Nach der Abspaltung avanciert S&P Global zu einem fokussierteren, profitableren Unternehmen mit klarem Finanzprofil. Die vereinfachte Struktur dürfte es dem Markt erleichtern, die tatsächliche Ertragskraft zu bewerten und den typischen Konglomeratsabschlag zu beseitigen.
Constellation Software
Constellation Software ist ein Anbieter von vertikaler Software (VMS), der geschäftskritische Softwareplattformen mit hohen wiederkehrenden Einnahmen akquiriert und weiterentwickelt. 2021 und 2023 wurden mit Topicus (VMS Europa) und Lumine (Telekommunikation und Medien) erstmals Geschäftsbereiche abgespalten.
Constellation Software
Constellation Software ist ein Anbieter von vertikaler Software (VMS), der geschäftskritische Softwareplattformen mit hohen wiederkehrenden Einnahmen akquiriert und weiterentwickelt. 2021 und 2023 wurden mit Topicus (VMS Europa) und Lumine (Telekommunikation und Medien) erstmals Geschäftsbereiche abgespalten.
Constellation Software wurde im Jahr 1995 von Mark Leonhard gegründet. Seitdem hat Constallation Hunderte von VMS-Anbietern (primär Abrechnungs-, Verwaltungs- und Betriebssoftware) in mehr als 50 vertikalen Märkten übernommen, welche das Software-Rückgrat für Transportsysteme, in der Bildung, im Hausbau, in der Fertigung, Gebäudewartung und bei Gesundheitssystemen bilden. Constellation Software ist praktisch ein Beteiligungsunternehmen mit dauerhaftem Kapital, unter welchem die Portfoliogesellschaften unabhängig operieren. Aufgrund der dominanten Marktanteile in Nischen sind die Endmärkte in aller Regel gesättigt, was im Vergleich zu anderen Softwarekategorien zu niedrigem organischem Wachstum (rund 2%), aber guter Abschirmung vom Wettbewerb, hoher FCF-Generierung und hohen Kapitalrenditen führt. Constellation nutzt diese für neue, attraktive M&A-Transaktionen (historisch zu 1x Umsatz, 30% Post-Synergy-EBIT-Margen). Seit dem IPO im Jahr 2006 lag der CFROI kontinuierlich über 40%; das Umsatzwachstum belief sich auf 24% p.a. und das FCF-Wachstum auf 26% p.a., was zu einer annualiserten Aktienkursperformance von 33% p.a. führte. Aufgrund der erreichten Grösse kamen am Markt Zweifel auf, ob das «Constellation Modell» aufrecht erhalten werden könne. Doch mit den Spin-Outs wird einerseits die effiziente Struktur der Dezentralisierung und Autonomie verbessert. Andererseits erlauben die Ausgliederungen Constellation Software, grössere Übernahmen zu attraktiven Konditionen zu tätigen, indem die Lenker der übernommenen Gesellschaften an den Spin-Offs beteiligt werden und Constellation Software gleichzeitig signifikante Anteile behält.

GE kündigte im November 2021 die Aufspaltung in drei unabhängige Unternehmen an. Nach dem Börsengang von GE HealthCare Anfang 2023 folgte im April 2024 die Trennung in GE Vernova (Energieinfrastruktur) und GE Aerospace (Flugzeugtriebwerke und Verteidigung).

GE kündigte im November 2021 die Aufspaltung in drei Teile an, welche untereinander nur wenige Synergien aufweisen: Nach GE HealthCare Technologies Anfang 2023 folgte im April 2024 die Aufspaltung in GE Vernova (Wind- und Erdgasturbinen und andere Energieinfrastruktur) und GE Aerospace (Produktion und Wartung von Jumbo-Jet-Triebwerken und Verteidigungssystemen).
Für GE Aerospace erweist sich der Spin-Off als Befreiungsschlag. Das Luft- und Raumfahrtgeschäft der ehmaligen GE wächst schneller als die meisten Industrieunternehmen. Aktuell sind weltweit rund 44.000 Triebwerke von GE in der zivilen Luftfahrt im Einsatz (Marktanteil von rund 75%), sowie 6.000 Triebwerke bei Helikoptern und Flugzeugen fürs Militär. Die Aviation-Sparte von GE ist ein erstklassiges Geschäft, das angesichts der jungen Triebwerksflotte über mehr als ein Jahrzehnt für überdurchschnittliches Wachstum sorgen sollte. GE Aerospace gewinnt Markanteile und hat eine viel höhere installierte Basis an Triebwerken als seine Konkurrenten. GE und Safran halten über ihr Joint Venture CFM zusammen rund zwei Drittel des Weltmarktes für Verkehrsflugzeugtriebwerke. Die installierte Basis sichert beiden Unternehmen kontinuierliche und stabile Aftermarket-Verkäufe. In den letzten 50 Jahren gab es keine neuen Markteintritte, was für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil spricht. In der kommerziellen Luftfahrt besteht für GE Aerospace das Potenzial, die Umsätze bis Mitte kommender Dekade um 10 bis 15% p.a. zu steigern, dies bei einer kontinuierlichen Margenausweitung. Der operative Gewinn wird sich über die kommenden drei Jahre mehr als verdoppeln, bei einer FCF-Conversion von 100%. 70 bis 75% der überschüssigen Mittel sollen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückfliessen. GE Aerospace erwirtschaftet 70% der Gewinne aus dem weniger zyklischen Aftermarketgeschäft (Wartung, Reparatur und Überholung). Durch die Erholung der operativen Margen auf-, respektive über das Vor-Covid-Niveau, wird GE Aerospace in den nächsten drei Jahren markante Steigerungen des freien Cash-Flows pro Aktie verzeichnen.
Mit der Abspaltung von Honeywell Aerospace aus Honeywell International entstand Mitte 2026 eines der weltweit grössten börsennotierten Luftfahrtunternehmen mit einem klaren Fokus auf Avionik, Flugsteuerung, Sensorik, Navigation, Kommunikation und Hilfstriebwerke.
Mit der Abspaltung von Honeywell Aerospace aus Honeywell International entstand Mitte 2026 eines der weltweit grössten börsennotierten Luftfahrtunternehmen mit einem klaren Fokus auf Avionik, Flugsteuerung, Sensorik, Navigation, Kommunikation und Hilfstriebwerke.
Das Unternehmen ist in nahezu jedem modernen Flugzeug mit zahlreichen sicherheitskritischen Systemen vertreten und profitiert dadurch von einer aussergewöhnlich hohen Kundenbindung, stabilen Ersatzteilumsätzen und wiederkehrenden Serviceerlösen. Diese Komponenten sind tief in die Architektur moderner Flugzeuge integriert. Ein Austausch eines Lieferanten ist aufgrund der langwierigen Zertifizierungsprozesse äusserst aufwendig und oft wirtschaftlich nicht sinnvoll. Dadurch entstehen erhebliche Wechselkosten und ein langfristig geschütztes Geschäftsmodell, welches breiter diversifiziert ist als das vieler Konkurrenten (39% Commercial Aerospace, 41% Defense & Space, 20% Business Aviation). Mehrere langfristige Trends sprechen für steigende Umsätze. Erstens wächst der weltweite Flugverkehr seit Jahrzehnten strukturell schneller als das globale Bruttoinlandsprodukt. Zweitens steigt der Anteil elektronischer Komponenten an modernen Flugzeugen kontinuierlich an. Digitalisierung, Automatisierung sowie immer komplexere Cockpit- und Kommunikationssysteme erhöhen den Wertschöpfungsanteil von Honeywell je ausgeliefertem Flugzeug. Drittens sorgen die weiterhin bestehenden Lieferkettenprobleme der Flugzeughersteller dafür, dass ältere Flugzeuge länger im Einsatz bleiben. Dadurch steigt die Nachfrage nach Ersatzteilen und Wartungsleistungen. Honeywell Aerospace startet als hochprofitables Unternehmen mit einer EBIT-Marge von knapp 26%. Dies verdeutlicht die hohe Qualität des Produktportfolios sowie die starke Preissetzungsmacht. Die Kombination aus strukturellem Wachstum, hoher Profitabilität und resilienten Cashflows macht Honeywell Aerospace zu einem qualitativ hochwertigen Luftfahrtunternehmen mit langfristig attraktivem Wertsteigerungspotenzial. Die Bewertung lässt Raum für eine schrittweise Neubewertung, sobald der Kapitalmarkt die Qualität des eigenständigen Unternehmens vollständig würdigt.
Portfolioinformationen
| Gewicht Top 5 | 38.86% |
|---|---|
| Gewicht Top 10 | 62,33% |
| Anzahl Aktien | 20 |
| Marktkapitalisierung (gewichteter Median) | 11.8 Mrd. USD |
| Forward P/E* | 17.8 |
| Forward EV/EBITDA* | 14.3 |
| Forward P/CF* | 14.2 |
| Dividendenrendite | 1.0% |
| Net Debt / EBITDA | 1.8 |
Top 3 Contribution
| Aktie | Contribution | Performance |
|---|---|---|
| Constellation Software | +1.39% | +19.23% |
| S&P Global | +1.34% | +18.27% |
| TIC Solutions | +0.94% | +20.79% |
Bottom 3 Contribution
| Aktie | Contribution | Performance |
|---|---|---|
| Accelleron Industries | -0.71% | -11.49% |
| GE Aerospace | -0.28% | -3,21% |
| GPGI | -0.23% | -5.81% |
Wertentwicklung seit Auflage
Monatliche Wertentwicklung (in %)
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | · | · | · | · | · | · | -0.23 | 0.41 | -0.28 | -3.45 | 7.09 | 5.74 | 9.22 |
| 2024 | 0.46 | 7.14 | 5.05 | -0.19 | 4.11 | -0.89 | 5.08 | -1.09 | 0.62 | 1.39 | 5.91 | -5.34 | 23.79 |
| 2025 | 4.65 | -3.53 | -10.36 | -5.03 | 6.91 | 0.94 | 8.99 | -0.53 | -2.43 | 2.70 | 4.02 | 4.06 | 9.05 |
| 2026 | 2.40 | 5.48 | -9.51 | 3.66 | -3.00 | 7.81 | -5.04 | 0.22 | -6.69 | 8.82 | 2.93 | · | 5.39 |
Performance-Kennzahlen
| Performance | 56,71% |
|---|---|
| Performance p. a. | 16,12% |
| Volatilität | 18,67% |
| Sharpe Ratio | 0,71 |
| Maximaler Verlust | 27,44% |
| Maximale Verlustdauer (Monate) | 4 |
| Recovery Period (Monate) | 8 |
| Calmar Ratio | 0,48 |
| VaR (99 % / 10 Tage) | 8,18% |
Kennzahlen beziehen sich auf einen Zeitraum von 3 Jahren.
Portfolio-Kommentar
Die globalen Aktienmärkte konsolidierten im Oktober. Der MSCI World Net Total Return Index verlor -0.7%, während der MSCI World SMID Cap Net Total Return Index um +1.2% zulegte. Der Keynote Spin-Off Fund (KSOF) entwickelte sich deutlich besser und avancierte um +7.0% (+8.8% in EUR, alle Performanceangaben in USD, sofern nicht anders angegeben).
Die Euphorie rund um KI-Aktien dürfte ihren Höhepunkt vorerst überschritten haben; die Luft entweicht zunehmend aus der KI-Blase. Da wenige Technologie- und KI-Titel die US-amerikanischen und zunehmend auch die globalen Aktienmärkte dominieren, steigt somit auch das Korrekturrisiko. Die erwarteten Gewinnwachstumsraten des Technologiesektors von rund 50% p.a. in den kommenden drei bis fünf Jahren erscheinen ambitioniert. Entsprechend anfällig sind hoch bewertete KI-Aktien (Gewinnblase wegen nicht nachhaltiger Margenniveaus) für Enttäuschungen oder Verzögerungen bei der Monetarisierung. Gleichzeitig wachsen die Risiken im KI-Ökosystem: Die Hyperscaler erzielen zwar hohe Gewinne, weisen vielfach aber negative freie Cashflows (FCF) auf. Ihre ausserbilanziellen Verpflichtungen übersteigen 3 Bio. USD, während die gegenseitigen Abhängigkeiten zunehmen. Zudem könnten KI-Agenten etablierte Geschäftsmodelle von Big Tech disruptieren. Viele Technologie- und Cloud-Unternehmen setzen auf den Erfolg von OpenAI und Anthropic. Günstigere chinesische Open-Weight-Modelle gewinnen jedoch Marktanteile und könnten einen Preiskampf auslösen. Das Wachstum von Anthropic und OpenAI verlangsamt sich bereits, daher dürften diese Unternehmen möglichst schnell Börsengänge anstreben, was dem Markt weiter Liquidität entziehen wird.
In den vergangenen drei Jahren floss Kapital zunehmend in das Versprechen einer neuen, aber auch ungewissen technologischen Zukunft, während Unternehmen mit bereits heute hohen Cashflows vernachlässigt wurden. Nun richtet Mr. Market den Blick wieder stärker auf die Fundamentaldaten und stellt die entscheidende Frage: «Where is the money?». Eine scharfe Korrektur bei KI-Aktien wäre allerdings kein Scheitern der Technologie an sich. KI dürfte die Produktivität steigern und langfristig Unternehmen wie Konsumenten begünstigen – insbesondere jene Unternehmen, die KI gewinnbringend einsetzen. Eine Bereinigung der Euphorie könnte zudem den Aufwärtsdruck auf die Anleiherenditen mindern und Kapitalumschichtungen in andere Aktiensegmente fördern, ähnlich wie zu Beginn der 2000er-Jahre.
Der Fonds konzentriert sich weiterhin auf Spin-off-Situationen mit nachhaltigen Eintrittsbarrieren, Margenpotenzial, hohen und steigenden Kapitalrenditen, wiederkehrenden freien Cashflows und begrenztem Abwärtsrisiko. Die grössten positiven Performancebeiträge im Oktober kamen von Constellation Software (+1.39%), S&P Global (+1.34%) und TIC Solutions (+0.94%). Constellation Software galt Anfang Jahr noch als KI-Verlierer und ermöglichte uns einen günstigen Einstieg. Entgegen dem Konsens dürfte das Unternehmen von KI profitieren, die es über sein gesamtes Softwareportfolio hinweg produktiv einsetzen kann. Der Wettbewerbsvorteil liegt weniger im Programmcode als in proprietären Daten, tiefem Branchen-Know-how und der engen Integration in die Geschäftsprozesse der Kunden. S&P Global überzeugte mit soliden Zahlen und kündigte nach dem Spin-off von Mobility Global eine strategische Überprüfung von Capital IQ und den zugehörigen Datengeschäftsbereichen an – möglicherweise mit einem weiteren Spin-off. Dies dürfte die Investment Story schärfen und die Neubewertung vorantreiben. Bewertungsmultiplikatoren vergleichbarer Wettbewerber wie MSCI im Indexgeschäft und Moody’s im Ratinggeschäft implizieren für S&P Global ein Aufwärtspotenzial von knapp 40%. Bei TIC Solutions erkennt der Markt zunehmend die Qualität des Geschäftsmodells und die operativen Fortschritte. Bis 2028 dürfte TIC den Umsatz im hohen einstelligen Prozentbereich steigern und eine operative Marge von 20% erreichen. Dies entspräche einem annualisierten Wachstum des operativen Gewinns von rund 30%.
Die grössten negativen Performancebeiträge lieferten Accelleron Industries (-0.71%), GE Aerospace (-0.28%) und GPGI (-0.23%). Accelleron wurde im Zuge der KI-Korrektur abgestraft, obwohl Turbolader für Rechenzentren nur rund 10% des Umsatzes ausmachen. Die bedeutendere Marinesparte und das zugehörige Servicegeschäft dürften sich weiterhin erfreulich entwickeln. Bei GE Aerospace überschätzt der Markt unseres Erachtens die Risiken hoher Ölpreise und unterschätzt die strukturelle Stärke des margenstarken Servicegeschäfts. Die jüngsten Quartalszahlen mit einem Wachstum des Servicegeschäfts von 23% und einer erneuten Prognoseanhebung bestätigen die robuste Nachfrage. Bei GPGI herrscht seit der Vorlage der eher enttäuschenden Q2-Zahlen und durch die vorübergehend höhere Verschuldung Verunsicherung unter den Anlegern. Mittelfristig dürften ein organisches Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und jährliche Margensteigerungen von über 100 Basispunkten den freien Cashflow merklich erhöhen und eine Neubewertung ermöglichen.
Den deutlichen Kursrückgang beim Spin-Off Honeywell Aerospace nutzten wir für Zukäufe; im Gegenzug veräusserten wir die frühere Muttergesellschaft Honeywell International. Auch bei SiriusXM bot der Kursrückgang Anfang Oktober eine attraktive Einstiegschance: Die Aktie wurde zu einer Free-Cashflow-Rendite von 16% erworben. Die günstige Bewertung, sinkende Verschuldung, hohe Aktienrückkäufe und die operative Trendwende sprechen für ein erfolgreiches Spin-off-Investment. Hinzu kommen verborgene Vermögenswerte («Hidden Assets»): Die Frequenzrechte entsprechen knapp zwei Dritteln der Marktkapitalisierung und bieten potenzielles zusätzliches Wertschöpfungspotenzial in den kommenden Jahren.
Der aktuelle Verkaufsprospekt, die wesentlichen Informationen für Anlegerinnen und Anleger (KIID) sowie der Jahres- und Halbjahresbericht werden von der Verwaltungsgesellschaft und Zentralverwaltungsgesellschaft (Universal-Investment-Luxembourg S.A., R.C.S. Luxembourg B 75.014, 15, rue de Flaxweiler, L - 6776 Grevenmacher) bereitgestellt.
Factsheets
Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen
European MiFID Template
Pflichtverkaufsunterlagen
Sonstige Dokumente
Alle Angaben zum (sofern nicht anders angegeben)
Stammdaten
| Fondsname | Keynote Spin-Off Fund |
|---|---|
| Anteilsklasse | IK EUR |
| ISIN | LU1920073647 |
| WKN | A2PBAA |
| Fondsdomizil | Luxemburg |
| Rechtsform | OGAW |
| Auflage des Fonds | |
| Fondswährung | EUR, USD |
| Fondskategorie | Aktienfonds (UCITS) |
| Universum | international |
| Mindestaktienquote | 51% |
| Cut-Off-Time | Werktags, 16:00 Uhr (CET) |
| Vertriebszulassung | DE, LU, CH* |
Ertrags- und Steuerdaten
| Fondsvolumen / Anteilklasse | 31.927.426,47 USD / 9.143.446,91 EUR |
|---|---|
| Anteilwert | 155,38 EUR |
| Ausgabe- / Rücknahmepreis | 155,38 EUR / 155,38 EUR |
| Akkum. ausschüttungsgleicher Ertrag | 0,00 EUR |
| Geschäftsjahresende | 31.12.2026 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierer |
Konditionen
| Effektiver Ausgabeaufschlag | 0,00% |
|---|---|
| Effektiver Rücknahmeabschlag | 0,00% |
| Maximale Verwaltungsvergütung p.a. | 1,80% |
| Maximale Beratervergütung p.a. | k.A. |
| Maximale Verwahrstellenvergütung p.a. | 0,05% |
| Laufende Kosten (Gesamtkostenquote) | 1,60% |
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